Posts filed under 'web2.0'

Galanteriewaren (Bruce Springsteen, Arcade Fire, Radiohead)

2 comments November 22nd, 2007

J. Tyler Helms hat es wieder getan. Nach dem brillianten Fanvideo für “My Body is a Cage” von Arcade Fire, mit dem er sogar Bruce Springsteen schwer beeindruckte (mich wiederum beeindruckt die Vorstellung eines Springsteen, der Youtube-Videos anguckt), hat er sich jetzt an einen der neuen Radiohead-Songs (”All I Need“) gewagt:

(via GvB)

Wie finde ich interessante Blogs?

2 comments August 31st, 2007

Ein wirklicher Dauerbrenner in der Blogosphäre ist die Frage: Wie finde ich interessante Weblogs? Eine der naheliegenden und nicht besonders spannenden Antworten auf diese Frage sind die diversen Blogcharts. So werden zum Beispiel in den deutschen Blogcharts Weblogs danach sortiert, wie häufig sie von anderen Weblogs verlinkt werden (ein ähnliches Modell verwendete das gerade eben geschlossene Projekt blogscout.de). Die Idee dahinter ist, dass ein Weblog umso wichtiger (die diesem Ranking zugrundeliegende Kennziffer ist die “Technorati Authority“) ist, je häufiger es von anderen Weblogs referenziert wird. Das Ergebnis sind eine Handvoll Blogs, die von sehr vielen anderen Weblogs immer wieder als Quelle zitiert werden und ein langer Schwanz von Weblogs, die nur selten Erwähnung finden. So gibt es zum Beispiel nur sechs Weblogs, die von mehr als 1000 anderen Blogs im letzten halben Jahr zitiert wurden.

Eine weitere Möglichkeit, gute Weblogs zu finden, setzt bei den einzelnen Beiträgen an. Auf Plattformen wie Digg, Yigg oder die von Robert Basic initiierten Blogperlen (wobei nur letzteres System ausschließlich Weblog-Beiträge aufnimmt) können die Nutzer interessante Beiträge einstellen (bei Rivva geschieht dies automatisch), die dann wiederum von anderen Nutzern bewertet werden. So entsteht eine Rangfolge von Beiträgen, die viele Nutzer interessant finden bis hin zu Beiträgen, die nur ein geringes Interesse finden oder gar Spam-Beiträgen, die von den Nutzern als solche markiert und dann aussortiert werden. Die entstehende Ordnung ist jedoch ständig im Fluss, so dass sich hieraus bislang noch keine einigermaßen stabile Webloghierarchie herauslesen lässt.

Die dritte Möglichkeit sind die Blogrolls. Viele Weblogs haben auf ihren Seiten eine Liste von anderen Weblogs, die sie selbst interessant finden. Hier kann man entweder nach dem Schneeballprinzip vorgehen und sich immer wieder die Weblogs ansehen, die von Blogs erwähnt werden, die man bereits regelmäßig liest. Auf diese Weise kann sich der Radius immer weiter ausdehnen, während man aber auch auf relativ unbekannte Blogs stoßen kann.

Will man sich nicht nach diesem Zufallsprinzip durch die Blogrolls klicken, bietet sich schließlich eine weitere Option an: man analysiert die Blogrolls derjenigen Blogs, die in den oben erwähnten Blogcharts einen hohen Rang einnehmen (die sogenannten “A-Blogs”). Auf diese Weise erhält man eine Liste von Weblogs, die von vielen der A-Blogger als lesenswert betrachtet werden. Ich habe probeweise einmal die Blogrolls der Blogcharts-Topten analysiert und es finden sich die folgenden Weblogs, die dort immer wieder auftauchen:

Ich habe hinter die Blognamen die Technorati-Authority in Klammern angeführt. Auf diese Weise wird deutlich, dass man es nicht mit einer bloßen Kopie der Blogcharts zu tun hat, sondern dass auch kleine und sehr kleine Weblogs von den A-Bloggern gelesen werden. Vielleicht lassen sich auf diese Weise tatsächlich interessante neue Blogs kennenlernen?

Weitere Tipps zum Thema findet man hier und hier. Einen anderen interessanten Ansatz verfolgt Stefan mit seiner Blog-Parade zum Thema “Show me your feed”, die letztlich zu einer Feed-Reader-Blogger-Map führen soll.

Ohröffner (Jamendo, Project Divinity)

3 comments July 28th, 2007

jamendo.pngSocial Networking ist schon seit längerem in die Welt der Musik eingedrungen (ich erinnere nur an last.fm, imeem oder Rhapsody). Diese Plattformen ermöglichen unter anderem:

  • Menschen mit einem ähnlichen Musikgeschmack zu finden,
  • sich aufgrund der bisher gehörten Musik Empfehlungen zu bekommen,
  • eigene Playlisten zu erstellen, die dann von anderen Nutzern (oder einem selbst) angehört werden können.

Es geht also vor allem um das Entdecken des musikalischen Raums. Die luxemburger Plattform Jamendo versucht dagegen, neben den erwähnten Eigenschaften, auch einen neuen Vertriebsweg für Musiker zu schaffen, die Creative Commons-lizensierte Musik anbieten. Dabei kann man sich als Nutzer sogar Alben mit einer der sechs CC-Varianten aussuchen, zum Beispiel wenn man Musik sucht, die man zu einem Remix verarbeiten will. Der Zugang zu der Musik ist dabei für den Nutzer in jedem Fall kostenlos: man kann sich also einzelne Tracks oder ganze Alben anhören oder herunterladen (zum Beispiel mit BitTorrent oder eMule). Das Schöne ist: man kann auf der Seite des Künstlers per PayPal bei Gefallen einen beliebigen Betrag spenden. Die Spender werden dann mit Betrag auf der Seite angezeigt, was einen milden sozialen Druck zu erzeugen scheint, der die Beträge etwas höher ausfallen lässt als bei anderen Spendenfunktionen. Außerdem gibt es die mittlerweile schon üblichen Community-Funktionen, mit denen man sich Künstler empfehlen lassen (basierend auf iRATE), Rezensionen schreiben und sogar lokale Musiker finden kann, auf deren Konzerte man vielleicht gehen möchte. Mit Foren, Wikis und einem anscheinend offenen API (sowie einem Corporate-Weblog) scheinen die Beteiligungsmöglichkeiten hier aber noch deutlich größer als in anderen Musikcommunities. Die Künstler können sich darüberhinaus auch noch in einem optionalen Programm einschreiben, mit dem sie je nach Zugriffszahlen an 50% der Jamendo-Werbeeinnahmen beteiligt werden. Die Statistiken der Seite sind jedenfalls recht beeindruckend: auf knapp 150000 Nutzer kommen zur Zeit über 4000 veröffentlichte Alben.
Zum Testen hier einmal etwas finnische Ambientsounds von Project Divinity:


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