Zwar ist dieser Clip zu Röyksopps “Remind Me” schon etwas älter, gehört für mich aber nach wie vor zu den schönsten Antworten auf die Frage “In welcher Welt leben wir eigentlich?”
“In diesem Krieg sind alle Tricks erlaubt” singt Dirk von Lowtzow in dem wundervollen Track “Verschwör dich gegen dich” auf der neuen Platte, die jetzt endlich in das gleißende Licht der Öffentlichkeit getreten ist. Und am allerbesten passt dieser Spruch auf den Krieg formally known as Animationsfilmgeschäft. Wie Selbstzitate auf hohem Niveau aussehen können, wird hier deutlich. Danke für die Aufklärung.
Da es nach William Burroughs keine Zufälle gibt, muss es einen tieferen Sinn haben, dass einen Tag, bevor ich mich an dieser Stelle über den “Powers of Ten”-Film ausgelassen habe, an anderer Stelle die Simpsons-Version des ganzen gepostet wurde. Ich dokumentiere das einfach mal:
Zur Entspannung in der Mittagspause kommt dieses Spiel von Major Miner genau richtig. Man hört ein Musikstück und muss dann die Tags erraten, die andere Hörer diesem Stück gegeben haben. Also zum Beispiel:
* Genre – rock, pop, electronic, hip hop
* Style – trip hop, post punk, electro-pop, drum and bass
* Instruments – rhodes, piano, drum machine, bleeps, strings
* Tempo – screaming, dragging, fast, shimmy, boogey, shuffle
* Dynamics – screaming, whisper, loud, soft
* Mood – happy, depressing, invigorating, soothing
* When you’d listen to it – saturday night, driving, middle school dance, break up
* Lyrics – wayward son, all night long, rocky raccoon
* Vocal style – growl, hiss, scream, choke, chant
Für erratene Tags bekommt man Punkte, wenn man kreative Tags verwendet, die dann aber auch von anderen Benutzern genommen werden, bekommt man auch etwas dafür. Spaßig. BTW: Ich bin “fu”, wer seid ihr?
Gar nicht so lange her (30 Jahre), dass das EhepaarCharles und Ray Eames ihre Dokumentation “Powers of Ten” abgedreht haben, um einen Eindruck von den Dimensionen des Universums und Mikroversums zu geben. Heute geht das zumindest in die eine Richtung auf dem heimischen PC mit GoogleEarth. Ich will dann aber bitte bald auch so etwas wie GoogleAtoms haben.
Ein recht informativer Beitrag über die modernen Masteringpraktiken im Popgeschäft hat heute den Weg in den SPON gefunden. Der Artikel bezieht sich wiederum auf einen Guardian-Beitrag von Anfang des Jahres, der unter anderem eine Liste von absichtlich überlaut gemasterten Alben aufführt, sowie einen Artikel aus der gestrigen Times, in dem auch eine aktuelle Kampagne gegen das exzessive Peak-Limiting (”‘Peak limiting’ squeezes the sound range to one level, removing the peaks and troughs that would normally separate a quieter verse from a pumping chorus”) erwähnt wird. Zitiert wird auch Geoff Emerick, der als Tontechniker am Sgt.-Pepper-Album der Beatles mitgemischt hat mit den Worten: “A lot of what is released today is basically a scrunched-up mess. Whole layers of sound are missing”. Gemeint sind nicht nur die Lärmbrüder Oasis, sondern auch die Arctic Monkeys. Verstärkt wird das ganze durch Kompressionsverfahren wie die mp3-Technologie. Herr Attali, bitte übernehmen Sie.
spricht Ulf Schönert im Stern. Genauer: von den 20 Millionen Nutzern des Internetradios-und-Hitparadengenerators last.fm. Und in einem kurzen Satz lässt sich dann auch das Prinzip des Web2.0 veranschaulichen
Wer zum Beispiel bei Metallica “Lieben” klickt und bei Bee Gees “Bannen”, bekommt mehr Hard Rock und weniger Schnulz.
Wer Lust hat und auch noch jemanden, der ihm das Internet bedient, kann sich hier ein bisschen mit einer geflashten Roland TR-909 vergnügen. Macht Spaß.
Melody Gins, Swarmatron, Wall Gins, Alphatron, Courtesy Modulator. Klingt wie Superhelden aus den 50ern? Sind aber alles Musikinstrumente, Eigenbauten von Brian und Leon Diwan, die man hier anschauen und anhören kann.