September 5th, 2007
Musik als Produktivitätsboost? Academic Productivity glaubt an diese Idee und vergleicht drei bekannte Musikempfehlungsdienste hinsichtlich ihrer Möglichkeiten, den Hörer von Entscheidungen zu entlasten (und damit die Sozialform des DJs überflüssig zu machen):
Well, background music prevents me from getting bored and drift into distractions. Music may shield you from noises and attention-grabbing events logo-glass-blue-home around you. I think music helps me reaching flow when writing/programming.
Näher betrachtet werden last.fm, Pandora sowie der noch nicht ganz so breit bekannte (und bislang nicht ausreichend dokumentierte) Dienst MusicIP, der als “Testsieger” aus dem Vergleich hervorgeht, da sich mit dessen Hilfe die eigene mp3-Sammlung erfassen lässt und per Mausclick interessante (und einigermaßen intelligente) Playlists erstellen lassen.
July 28th, 2007
Social Networking ist schon seit längerem in die Welt der Musik eingedrungen (ich erinnere nur an last.fm, imeem oder Rhapsody). Diese Plattformen ermöglichen unter anderem:
- Menschen mit einem ähnlichen Musikgeschmack zu finden,
- sich aufgrund der bisher gehörten Musik Empfehlungen zu bekommen,
- eigene Playlisten zu erstellen, die dann von anderen Nutzern (oder einem selbst) angehört werden können.
Es geht also vor allem um das Entdecken des musikalischen Raums. Die luxemburger Plattform Jamendo versucht dagegen, neben den erwähnten Eigenschaften, auch einen neuen Vertriebsweg für Musiker zu schaffen, die Creative Commons-lizensierte Musik anbieten. Dabei kann man sich als Nutzer sogar Alben mit einer der sechs CC-Varianten aussuchen, zum Beispiel wenn man Musik sucht, die man zu einem Remix verarbeiten will. Der Zugang zu der Musik ist dabei für den Nutzer in jedem Fall kostenlos: man kann sich also einzelne Tracks oder ganze Alben anhören oder herunterladen (zum Beispiel mit BitTorrent oder eMule). Das Schöne ist: man kann auf der Seite des Künstlers per PayPal bei Gefallen einen beliebigen Betrag spenden. Die Spender werden dann mit Betrag auf der Seite angezeigt, was einen milden sozialen Druck zu erzeugen scheint, der die Beträge etwas höher ausfallen lässt als bei anderen Spendenfunktionen. Außerdem gibt es die mittlerweile schon üblichen Community-Funktionen, mit denen man sich Künstler empfehlen lassen (basierend auf iRATE), Rezensionen schreiben und sogar lokale Musiker finden kann, auf deren Konzerte man vielleicht gehen möchte. Mit Foren, Wikis und einem anscheinend offenen API (sowie einem Corporate-Weblog) scheinen die Beteiligungsmöglichkeiten hier aber noch deutlich größer als in anderen Musikcommunities. Die Künstler können sich darüberhinaus auch noch in einem optionalen Programm einschreiben, mit dem sie je nach Zugriffszahlen an 50% der Jamendo-Werbeeinnahmen beteiligt werden. Die Statistiken der Seite sind jedenfalls recht beeindruckend: auf knapp 150000 Nutzer kommen zur Zeit über 4000 veröffentlichte Alben.
Zum Testen hier einmal etwas finnische Ambientsounds von Project Divinity: