Seit 1994 ist der von der Fluxus-Bewegung inspirierte Gintas Kraptavicius (kurz: Gintas K) in der experimentellen Musikszene Litauens zu Hause. Nicht nur war er Mitglied der Litauischen Industrialband “Modus” (zwei Alben gibt es hier und hier zum Download), sondern hatte auch auf dem Radiosender “Kapsai” eine eigene Alternative-Sendung mit dem Titel “The Ways and Mistaken Pathways“. Seit 1999 arbeitet er vor allem als Soundkünstler mit minimalistischen Sounds von der guten alten Sinuswelle bis zu Lärm, digitalen Artefakten (”glitches”), Mikrowellen und Vibrationen. Gerade ist seine achte Veröffentlichung “13 Tracks” auf dem New Yorker Label Percepts erschienen, die (wie sollte es sonst seine) auch 13 Stücke enthält. Das erste Mal präsentiert wurde das Werk auf der Transmediale.07.
Manchmal ist es doch so einfach. Während ix sich Gedanken darüber macht, warum er bei seinen Videoauftritten nicht auf den Punkt kommen kann (schließlich gibt es andere, die sehr wohl auf den Punkt kommen, aber dennoch damit bei ihrer Peer Group durchfallen), sondern um seine Punkte und Punchlines herumschwadroniert und -tänzelt, zeigen die White Stripes wie man musikalisch so sehr auf den Punkt kommt, dass gar keine Musik mehr übrig bleibt (Bericht). Die sind übrigens auch nicht mit 27 gestorben. Und jetzt machen sie halt so etwas. One more note!
Wie klingt Pi? Wie die Eulersche Zahl? Auf dieser Seite von Tom Dukich findet man die Antwort auf die Frage nach dem Klang der “fünf magischen Konstanten”. Und man hat darüber hinaus die Gelegenheit, zur Eulerschen Zahl Samba zu tanzen. Das sollte doch einen Besuch wert sein.
Einer der ganz großen Pioniere der elektronischen Musik in Frankreich ist mittlerweile fast in Vergessenheit geraten: Richard Pinhas, der nicht nur mit der Elektrorockgruppe Heldon (vorher: Schizo) eine ganz eigene Musik zwischen Progrock, Krautrock, Ambient und Minimal-Music im Stil von Terry Riley schuf, sondern auch für seine Zusammenarbeit mit dem Philosophen Gilles Deleuze bekannt war (Pinhas führt mit Webdeleuze eine der interessantesten Webseiten über Deleuze). Seine dritte Soloplatte “Iceland” gilt als seine beste, ich höre gerade die Zusammenarbeit mit dem französisch-katalanischen Künstler PascalComelade, “Oblique Sessions II” (1999) mit großem Genuss rauf und runter. Auf dieser Seite gibt’s nicht nur ein Interview mit Pinhas, sondern auch eine mp3-Aufnahme einer seiner Projekte mit Deleuze.