Posts filed under 'kritik'

Musik ist mittelmäßig

1 comment September 10th, 2007

Endlich konnte ein großer Sprachschwindel aufgedeckt werden. Das, was sich üblicherweise “Musikkritik” schimpft, ist in Wirklichkeit nicht viel mehr als Bandkritik, Konzertkritik oder Plattenkritik. Wie eine wirkliche Musikkritik aussieht, zeigt der Artikel “Pitchfork Gives Music 6.8″, der heute in The Onion veröffentlicht wurde (via). Musik als “a mode of creative expression consisting of sound and silence expressed through time” ist dem anonym bleibenden Rezensenten also trotz ihrer 7000jährigen Geschichte nur 6.8 von 10 Punkten wert? Da hat ja sogar Manu Chaos neuestes Werk “La Radiolina” mehr Punkte bekommen. Andererseits.

Mudrische Kommunikation und das Dilemma des Agenten (David Hasselhoff)

2 comments September 6th, 2007

Ihr habt das POPLOG-Wunschkonzert gewählt und mich dazu verdonnert, mich mit The Hoff auseinanderzusetzen. Ich will dabei gar kein Wort über Hasselhoffs Privatleben verlieren, über das sich die Blogosphäre immer wieder gerne unterhält. Auch seine Fernsehserien sind hier nicht Thema. Mir geht es im Folgenden allein um seine musikalischen künstlerischen Äußerungen.

Eigentlich ist es menschlich absolut zu verstehen. Fast jeder Junge (wie sieht’s in dieser Beziehung eigentlich mit den Mädchen aus?) hat eine Phase in seinem Leben, in der er davon träumt, als Geheimagent in einem Luxuswagen von einem exotischen Schauplatz zum nächsten zu eilen und eine Frau nach der anderen zu verführen. Der gute alte James Bond-Komplex. Irgendwann kommt dann aber der Moment, in dem einem klar wird, dass diese Berufsbeschreibung mit der Realität eines Verwaltungsangestellten im Nachrichtendienst nur wenig zu tun hat (vgl. den Bildband von Andreas Magdanz). Das falsche Bild ist eine Illusion, die von der Unterhaltungsindustrie zu Unterhaltungszwecken produziert wurde, was sonst. Wenn man nun aber selbst so sehr in die Unterhaltungsindustrie verstrickt ist, dass man gar keine Distanz mehr zu ihr besitzt, kann es dazu kommen, dass dieser helle Moment verpasst wird. Das zumindest waren meine ersten Gedanken, als ich mir gerade das Video zu David Hasselhoffs Comeback “Secret Agent Man” (2006) angesehen habe.

Schon die ersten Sekunden des Videos sind eine Aufzählung aller gängigen Klischees des Genres Agenten-Film: Fadenkreuze, psychedelische Farbenspiele, Licht/Schatten-Motive, Frauenumrisse mit Revolvern, Hasselhoff in Anzug, Durchladen einer Waffe, Flammen, nackte Frauenbeine, Fernglas, Gadgets (Uhr mit grünem Strahlenirgendwas), prüde angedeutete Sexualkontakte und die Fahrt auf einem Motorrad. Dazu eine Intromusik, die sich deutlich (oder schamlos) von dem James-Bond-Theme inspirieren ließ. Nach diesem spektakulären sinnfreien Symbolreigen fängt Hasselhoff vor blauschwarzem Hintergrund dann an zu singen: “There’s a man who leeeeeaves a life of tanger” (so klingt es zumindest). Nur eine Verbalisierung der einführenden Bildsymbolik? Oder lässt sich in dieser ausdrücklichen Ultramaskulinität ein Ansatzpunkt für die Kritik des offensichtlich maskulinen Bias des Genres finden? Ich lasse diese Frage einmal offen. Jedenfalls macht Hasselhoffs Artikulation deutlich, dass es hier nicht nur um die gewöhnliche Gefahr (”danger”) geht, der man sich mit jeder Straßenüberquerung aussetzt, sondern um eine existentielle GEFAHR in Großbuchstaben, die so hart ist, dass der stimmhafte alveolare Plosivlaut “d” nicht mehr ausreicht, sondern zum stimmlosen interdentalen “tanger” werden muss.

Der Text beginnt zwar in einer fast schon feierlichen Würdigung des Agentenlebens, nimmt aber schnell deutliche kulturkritische Töne an. Zunehmend wird die Vereinzelung des Agenten angesprochen (”to everyone he meets, he stays a stranger”), die ständig presente Todesnähe, im Chorus dann das in der literarischen Romantik äußerst beliebte Thema des Namensverlusts (vgl. zu diesem Thema auch: Christian Davidowski: “Die Musilsche Moderne als literarisches Feld. Ursprungssuche und Namensverlust im epischen Frühwerk”, in: Béhar, Pierre / Roth, Marie-Louise (Hgg.): Musil an der Schwelle zum 21. Jahrhundert. Internationales Kolloquium – Saarbrücken 2001, Frankfurt a.M.: Lang 2005, S. 139-152) sowie das direkt auf die Frankfurter Schule zurückzuführende Motiv der Reduktion auf eine Nummer (”they’ve given you a number and taken away your name”). Letztere Halbzeile wird dann sogar noch einmal gesprochen wiederholt, um die Wichtigkeit der Aussage zu unterstreichen.

Doch im Verhältnis von Text und Gestik liegt ein Bruch. Im Unterschied zu der modernistischen Evokation des kalten und in doppelter Weise menschenfeindlichen Agentenlebens beschwört Hasselhoff insbesondere mit seinen an fernöstliche Mudras gemahnenden Handbewegungen eine noch verborgene geistige Welt, die jenseits der notwendigen Oberflächlichkeit (vgl. hierzu auch den in seiner Bedeutung für das Thema immer noch unterschätzten und nur mehr antiquarisch zu beschaffenden Roman “Loyalties” von Raymond Williams) des Agenten liegt. Die fernöstlichen Mudras (dt. “Siegel”) dienen aber nicht nur den bereits aus der lateinischen Wortursprung von sigillum (dt. “Bildchen”) ableitbaren praktisch-kommunikativen Zwecken der symbolischen Darstellung von Geistesbewegungen (oder -nichtbewegungen), sondern drücken mit der Doppelbedeutung des “Siegels” zugleich das Abgeschlossen-und-nicht-mehr-einsehbar-Sein des yogisch-tantrischen Körpers aus und außerdem die gleichzeitig standfindende Kommunikation mit einem Höheren (auch unser Briefsiegel schließt ab und verbindet im gleichen Moment).

mudra1.pngDoch welche Mudra zeigt Hasselhoff hier mit seiner linken Hand? Interessanterweise ist es gerade die “Benennungsgeste” (karana), die von einer relativ horizontal gehaltenen Hand mit mehr oder weniger ausgestreckten Zeige- und kleinem Finger (den beiden “Yak-Hörner”) ausgeführt wird. Dieser ausgeklügelten Verschränkung von Bild- und Textebene muss an dieser Stelle Bewunderung ausgesprochen werden, insbesondere, da die nur mit einigem Geheimwissen zu entschlüsselnde mudrische Kommunikation den kryptographischen Kommunikationsbeziehungen des Agenten sehr ähnelt. Hasselhoff steht hier nicht nur als Agentenimpersonator vor uns, sondern gleichzeitig als dessen reflexive Instanz, die das grundlegende Dilemma des Agenten klar benennt und zumindest auf symbolischer Ebene mit einer alten tibetischen Mudra zu beheben versucht.

mudra2.pngIn einem nächsten Schritt verwandelt sich jedoch die Handhaltung und geht über in eine Geste, die nur oberflächlich der Victory-Geste ähnelt. Tatsächlich handelt es sich hier um die von Papst Innozenz III (1198-1216) vorgeschriebene christliche Geste der Segensgewährung, wie sie auch in zahlreichen Christusdarstellungen aus dem 12.-15. Jahrhundert zu entdecken ist (vgl. dazu auch die aufschlussreiche Handreichung “Die liturgische Körpersprache: Gebärden, Gesten und Bewegung”). Aus dieser Handhaltung spricht wieder ganz klar der reflexive Hasselhoff, der sich in eine Schutzmacht des Agenten verwandelt und versucht, ihm (also: sich selbst) in seiner existentiellen Lebensbedrohung Trost auszusprechen. Natürlich verweisen die drei ausgestreckten Finger auf nichts anderes als auf die Dreifaltigkeit. In diesem Kontext besonders spannend sind jedoch die beiden gebogenen Finger, die auf die menschliche und göttliche Natur Christi verweisen - auch hier also ein Bezug auf die für Mudras allgemein typische Dialektik von Abschließung und Öffnung. Dazu passt hervorragend der gesungene Text “a pretty face can hide an evil mii-hind”, der nicht nur auf die existentielle Kategorie des Bösen rekurriert, sondern auch die Problematik der wahren Erkenntnis kurz aber prägnant formuliert.

Mal wieder: Untergang der Blogosphäre (Johannes Boie)

1 comment September 3rd, 2007

Johannes Boie hat nachgelegt (siehe auch hier) und in den “Netzdepeschen” der Süddeutschen Zeitung wieder einmal die Blogger madig gemacht. Kurz: Blogger sind dann okay, wenn sie in anderen Medien etwas machen (zum Beispiel Niggemeier und Schulteis in der Werbung), ansonsten geht alles den Bach runter: Blogscout wurde geschlossen, Don Alphonso ist genervt und Mister-250-Blogs-im-Feedreader Don Dahlmann macht Pause. Die Diagnose ist für Boie damit klar: “die deutsche Blog-Szene liege in dauerhaften Clinch und deutsche Blogger blieben im Vergleich zu ihren amerikanischen Kollegen zurück”. Komisch nur, dass er sich selbst hier in der indirekten Rede zitiert und auch nicht erwähnt, dass er selbst der Autor “eines Artikels aus dieser Zeitung” gewesen ist. Immerhin muss man sagen, dass Boies Untergangsbeschreibungen fast so aktuell sind wie die Meldungen der Blogger selbst. Aber warum kauft er sich dann nicht einfach ein Blog?

Der Aufstand der Dinge (Bruno Latour)

Add comment July 20th, 2007

Bruno Latour besteht schon seit längerem darauf, auch die Beiträge von Dingen und Tieren zur Herstellung und Reproduktion menschlicher Sozialität und Wissensordnungen zu berücksichtigen. Hinter den großen Unterscheidungen wie Natur/Kultur stecken für die Actor-Network-Theory tatsächlich hybride Netzwerke, in denen zahlreiche Akteure menschlicher, tierischer oder dinglicher Art immer wieder neue Verbindungen eingehen und so dafür sorgen, dass das entsteht (und sich immer wieder leicht verändert), was wir als Wirklichkeit empfinden. In der digitalen Welt hat der Aufstand der Dinge längst begonnen, was viele bereits schmerzlich erfahren mussten. Am 29. Juli 2007 um 16:30 kommt in der Wiederholung des 3Sat-Magazins “Neues” eine Dokumentation über das “Internet der Dinge“, in dem es vor allem um die RFID-Vernetzung von Gegenständen wie Skipässen, Büchern oder Luftfracht geht. Den Beitrag gibt’s hier bereits jetzt zum Anschauen. [via rabenhorst]

Prosit Surrealismus (Horkheimer, Adorno, Jesus, Johannes Paul II.)

Add comment July 19th, 2007

Unter dem Titel “Das Schema der Massenkultur” schrieben Max Horkheimer und Theodor W. Ardorno der Aufklärung Folgendes ins Gästebuch:

Der ästhetische Schein wird zum Glanz, den Reklame an die Waren zediert, die ihn absorbieren; jenes Moment der Selbständigkeit jedoch, das Philosophie eben unterm ästhetischen Schein begriff, wird verloren.

Manchmal schafft aber gerade die Reklame wieder einen Sprung in die ästhetische Selbständigkeit. Es muss nur der Kontext stimmen, so wie in diesen Abbildungen. Sieht so aus, als hätte sich die Reklame hier einen gehörigen Schluck Surrealismus zu sich genommen. Parasitäre Strategie ohne Parasit?

[via fortysomething]

Kurze Guantanamounterbrechung

Add comment July 10th, 2007

Aus dem Interview mit dem rechtspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Norbert Geis zum Thema präventives Verhaften von “Gefährdern”:

Der Unterschied zu Guantanamo ist jedenfalls, natürlich so, wie ich das kenne, ist ein vernünftiges Verhalten, und dann muss man immer wieder auch prüfen, ist das noch ein Gefährder?

Da weiß man doch unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in guten Händen. Oder behauptet da etwa jemand, ein “vernünftiges Verhalten” wäre kein zuverlässiger Schutz vor Totalitarismus, Despotismus und Barbarei?

[via lawblog]

Kopie der Kopie der Kopie (Tocotronic, Walt Disney)

Add comment July 5th, 2007

“In diesem Krieg sind alle Tricks erlaubt” singt Dirk von Lowtzow in dem wundervollen Track “Verschwör dich gegen dich” auf der neuen Platte, die jetzt endlich in das gleißende Licht der Öffentlichkeit getreten ist. Und am allerbesten passt dieser Spruch auf den Krieg formally known as Animationsfilmgeschäft. Wie Selbstzitate auf hohem Niveau aussehen können, wird hier deutlich. Danke für die Aufklärung.

[via BoingBoing]

Smile mit Lewis Shiner

Add comment July 3rd, 2007

Lewis Shiner ist nicht nur einer der besten Sciencefiction-Autoren der Gegenwart und Gewinner des World Fantasy Award, sondern in seinen Werken spielt auch die Popmusik immer wieder eine zentrale Rolle. Vielleicht erinnert sich der/die ein oder andere noch an den Anfang seines preisgekrönten Romans “Glimpses” (auf Deutsch: Schattenklänge):

Once upon a time there was going to be a Beatles album called Get Back. They tried to record it in January of 1969, first at Twickenham Film Studios, then in the basement of Apple Corps at 3 Savile Row. Their own overpriced 24-track dream studio wasn’t finished and they had to bring in a mobile unit. So there they were, under bright lights, using rented gear, with cameras filming every move they made.

Jetzt hat Shiner sich in einem Manifest dafür ausgesprochen, ältere Werke, die nicht mehr in Druck verfügbar sind, im Internet zu “befreien”. Passenderweise hat er gleich einmal mit seinen kurzen Texten angefangen. Darunter auch ein sehr lesenswerter Beitrag über Brian Wilson.

[via BoingBoing]

Diese Welt geh’ crazy (Manu Chao, Emir Kusturica)

2 comments July 2nd, 2007

Sehr eindrucksvoll (obwohl Johnny da wohl anderer Meinung ist), was Manu Chao und Emir Kusturica hier als Nebenprodukt ihrer Maradona-Dokumentation geschaffen haben: den Videoclip zu Manu Chaos neuer Single “Rainin in Paradize” (das Album “La Radiolina” folgt dann im September). Besonders bemerkenswert ist die Abkehr von der üblichen bunt-grellen Anticapitalista-Ästhetik hin zu einer sehr viel kühleren und sachlicheren überwiegend schwarzweißen Bildsprache. Allerdings sind nach wie vor die typischen Schauplätze des Another-World-Is-Possible-Widerstands mit dabei - wie zum Beispiel die psychiatrische Klinik La Colifata, von der ein linker Antiglobalista-Sender Argentinien mit kritischen Ideen beliefert. “In Baghdad, it’s no democracy / That’s just because, it’s a US Country // In Fallujah, too much calamity / This world go crazy, it’s no fatality”. So spricht Manu.


Le clip de Manu Chao - Rainin In Paradize
Uploaded by yom_

[via Breakout to Hungary, aloha]

Zucker statt Geld (The Fugs)

Add comment July 1st, 2007

Wenn irgendwo Zuckerwürfel so ausgelegt sind, dass sie den Schriftzug LSD bilden, dann weiß man: hier waren die Fugs am Werk. Eine der irrsten, aber auch witzigsten US-Untergrundbands. 1967, am 21. Oktober, hatten sie ihren großen Moment als sie sich unter Anrufung von Gott, Ra, Jehova, Anubis, Osiris, Tlaloc, Quetzalcoatl, Thoth, Ptah, Allah, Krishna, Chango, Chimeke, Chukwu, Olisa-Bulu-Uwa, Imales, Orisasu, Odudua, Kali, Shiwa-Shakra, dem Großen Geist, Dionysos, Jahwe, Thor, Bacchus, Isus, Jesus Christus, Maitreya, Buddha und Rama (sowie dem “heiligsten aller heiligsen Namen: Xabrax Phrexner”) vor dem Pentagon versammelten und ihr Stück “Exorcising The Evil Spirits From The Pentagon” aufführten. “Verbrennt das Geld, verbrennt das Geld, verbrennt es, verbrennt es” waren da noch die harmloseren Aufforderungen. Helmut Salzinger sieht die Fugs-Aktion als eine der besten Demonstrationen des politischen Gehalts, oder auch: der politischen Kraft, von Popmusik. Warum Diederichsen das Stück nur auf Platz 10 der 10 größten Protestsongs aller Zeiten sieht, weiß ich auch nicht. Da ich Exorcising leider nicht als Video gefunden habe, hier der LSD-Ausschnitt aus dem Film Chappaqua (1966).

Untergang in Zahlen

Add comment June 21st, 2007

Wessen Lust an Untergangsgeschichten mit Thomas Manns Buddenbrooks noch nicht vollständig gestillt wurde, der sollte einen Blick in diesen Rolling Stone-Artikel werfen, der den Untergang der Musikindustrie dokumentiert. Aber: keine Angst, sagt Thomas, denn: “ohne den décadent […] waren Menschheit und Gesellschaft seit diluvialen Zeiten keinen Schritt vorwärtsgekommen. Es ist die Lebensuntauglichkeit, welche das Leben steigert, denn sie ist dem Gast verbunden.”

[via Nicorola]

Cindeguerilla (Disney, Cinderella)

Add comment June 19th, 2007

Ich überlege gerade, ob man in diesen Gedanken nicht am besten mit einem “Es war einmal” einsteigen sollte. Denn es ist ja bereits eine ganze Weile her, da die kritische Intelligenzia sich von dem Gedanken mitreißen ließ, dass in der Popkultur eine gewaltige subversive Kraft steckt. War es nicht Walter Mekler, der in den 60ern davon schrieb, dass “der Name Rolling Stones genügte, um saubere, kurzhaarige und hochgeistige Leute auf die Barrikaden zu bringen und Steine auf die ungewaschenen, langhaarigen und schwachsinnigen ‘Stones’ zu werfen”? Wenn das nicht eine märchenhafte Subversion darstellt: die settled und hochgeistigen Vertreter der Kultur als Revolutionäre! Ein zu schöner Gedanke. Oder Andreas Neumeister, der diesen Gedanken in die Gegenwart transportierte und sich wünschte: “Im Idealfall ist Pop populär und subversiv zugleich ist”. Nun zur Sache. Was ist populärere Popkultur als Walt Disney? Und: gibt es zur Zeit ein heißeres kritisches Thema als die Diskussion um Urheberrecht oder Creative Commons im Internetzeitalter? Wenn man diese beiden Themen in einen Strang fest zusammenbindet, also Walt Disney und die Urheberrechtsdebatte, dann wäre das bester Pop im Sinne Meklers und Neumeisters. Eric Faden hat genau das in seinem Zehnminüter “A Fair(y) Use Tale” im Sinn gehabt. Das Ergebnis ist eine höchst kurzweilige Montage aus Disney-Zitaten, denen auf diese Weise ein völlig neuer, subversiver Sinn zugewiesen wird. Damit also Vorhang auf für Cinderella und Donald Duck in ihrer neuen Rolle als Guerillakämpfer für die Urheberrechtsbefreiung:

Previous Posts


Suche

Beliebteste Artikel

Calendar

November 2008
M T W T F S S
« Dec    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Most Recent Posts

<%php /*

Posts by Category

*/ %>

Posts by Month

Syndication

Maschinen

  • WordPress
  • Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
  • Ich will eine Alternative zu den etablierten Medien werden
  • hit counters
  • Pop Music Blogs - BlogCatalog Blog Directory
  • Add to Technorati Favorites