Posts filed under 'creativecommons'

Ohröffner (Jamendo, Project Divinity)

3 comments July 28th, 2007

jamendo.pngSocial Networking ist schon seit längerem in die Welt der Musik eingedrungen (ich erinnere nur an last.fm, imeem oder Rhapsody). Diese Plattformen ermöglichen unter anderem:

  • Menschen mit einem ähnlichen Musikgeschmack zu finden,
  • sich aufgrund der bisher gehörten Musik Empfehlungen zu bekommen,
  • eigene Playlisten zu erstellen, die dann von anderen Nutzern (oder einem selbst) angehört werden können.

Es geht also vor allem um das Entdecken des musikalischen Raums. Die luxemburger Plattform Jamendo versucht dagegen, neben den erwähnten Eigenschaften, auch einen neuen Vertriebsweg für Musiker zu schaffen, die Creative Commons-lizensierte Musik anbieten. Dabei kann man sich als Nutzer sogar Alben mit einer der sechs CC-Varianten aussuchen, zum Beispiel wenn man Musik sucht, die man zu einem Remix verarbeiten will. Der Zugang zu der Musik ist dabei für den Nutzer in jedem Fall kostenlos: man kann sich also einzelne Tracks oder ganze Alben anhören oder herunterladen (zum Beispiel mit BitTorrent oder eMule). Das Schöne ist: man kann auf der Seite des Künstlers per PayPal bei Gefallen einen beliebigen Betrag spenden. Die Spender werden dann mit Betrag auf der Seite angezeigt, was einen milden sozialen Druck zu erzeugen scheint, der die Beträge etwas höher ausfallen lässt als bei anderen Spendenfunktionen. Außerdem gibt es die mittlerweile schon üblichen Community-Funktionen, mit denen man sich Künstler empfehlen lassen (basierend auf iRATE), Rezensionen schreiben und sogar lokale Musiker finden kann, auf deren Konzerte man vielleicht gehen möchte. Mit Foren, Wikis und einem anscheinend offenen API (sowie einem Corporate-Weblog) scheinen die Beteiligungsmöglichkeiten hier aber noch deutlich größer als in anderen Musikcommunities. Die Künstler können sich darüberhinaus auch noch in einem optionalen Programm einschreiben, mit dem sie je nach Zugriffszahlen an 50% der Jamendo-Werbeeinnahmen beteiligt werden. Die Statistiken der Seite sind jedenfalls recht beeindruckend: auf knapp 150000 Nutzer kommen zur Zeit über 4000 veröffentlichte Alben.
Zum Testen hier einmal etwas finnische Ambientsounds von Project Divinity:

Ohren, Ohren, ihr müsst wandern (Lance Olsen, Mike Johnston, Mike Gilmore, Mike Khoury, Kirk Lucas)

Add comment July 20th, 2007

ears.jpgDas Netlabel Wandering Ear hat sich mittlerweile einen guten Ruf für seine feinen Fieldrecordingreleases erarbeiten können. Gerade eben ist die siebte Veröffentlichung herausgekommen: “Edges: An Audio Portrait” von Lance Olsen. Darin begibt sich der Künstler auf die Spuren der Geschichte des Nanaimo Harbour auf Vancouver Island (Kanada). Das Album gibt es auf der Labelseite entweder komplett oder in einzelnen Tracks zum Herunterladen. Wie die anderen Releases steht auch “Edges” unter einer CC-Lizenz.

Nicht umsonst, sondern für 3 EUR erhältlich ist “The Hidden” von Mike Johnston (Bass, Shenhai, Flöte), Mike Gilmore (Vibraphon, Marimba, Saz, Guzheng, Percussion), Mike Khoury (Violine) und Kirk Lucas (Cello). Johnston und Gilmore entstammen der 70er und 80er Improjazz-Szene in Michigan und treten hier unterstützt von Khoury und Lucas als Kammerensemble auf. Diese Platte verbindet das avantgardistisch-improvisierte Jazz-Grundgerüst mit Einflüssen aus Asien, dem Nahen Osten und Afrika. Zwei Stücke daraus können auf dem Hidden-MySpace angehört werden.

Ich möcht’ Musik machen können

Add comment July 19th, 2007

diymusic.jpgEinen auf den ersten Blick sehr brauchbaren Ratgeber zum Thema “Wie mache ich Musik mit dem Computer” gibt es hier unter der CC-Lizenz zum kostenlosen Download (auch die QuarkXPress-Quellen zum Remixen). Die Autoren Michael W. Dean und Chris Caulder äußern sich in diesem “guide to making a living making music out of your backpack, from everywhere, and everywhere” mit vielen praktischen Tipps und weiterführenden Links unter anderem zu folgenden Themen:

  • Songwriting
  • Ausstattung
  • Technologie
  • Computeroptimierung
  • ACID
  • SoundForge
  • Reisetipps für Rucksackmusiker
  • “soft skills to pay the bills”

Abgerundet wird der Band noch mit einigen Interviews mit mehr oder weniger erfolgreichen DIY-Musikern. Und wem das ganze brauchbar erscheint, der kann der Emailadresse “99cent@kittyfeet.com” auf PayPal etwas spenden.

Klangdrogen (Aural Initiative)

Add comment July 6th, 2007

auralinitiative.jpgManchmal ist es schwer, die feine Linie zwischen Incredibly Strange Music und Kunst zu ziehen. Bei den unter CC-Lizenz veröffentlichten akusmatischen Werken der “Aural Initiative, die sich selbst als “schizophrenic collective” bezeichnet (”The Adventures of Al Babaloo Along the Sonic Highway”, “ni aga de nots” und dem gerade frisch veröffentlichten “circle of strangers”) bin ich da noch zu keinem Ergebnis gekommen. Es klingt auf jeden Fall weird. Sehr weird. Für “Sonic Narcotics”-Einsteiger noch eine kurze Warnung: die Stücke auf der Seite sind ganz normal verlinkt, obwohl man das nicht sieht. Einfach draufklicken was das Zeug hält. Und dann bitte ein kurzes Statement an mich, ob Kunst oder Freakshow.


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