Ich muss gestehen, dass mir die Smashing Pumpkins früher einmal ganz gut gefallen haben, aber das hier ist nicht nur bereits hundertfünfzigmal dagewesen, sondern schlicht belanglos. Und das Video ist der übliche Möchtegernsteampunk, der einem bei dieser Band schon lange auf die Nerven geht.
Hey diddely-doo, Skywalkerchen! Absolut unterhaltsam und gut gemacht ist dieser “shameless ripoff” von Star Wars. Und die Besetzung von Han Solo als Ned Flanders (oder umgekehrt?) ist schlichtweg genial (via).
Gerade zurück aus dem Urlaub muss ich lesen, dass blogscout.de geschlossen wird. Schade.
Gruselig sind diese Bilder, die zeigen, wie man mal eben eine Flugzeugfabrik vor feindlicher Aufklärung verstecken kann.
Mindestens ebenso gruselig ist New Wave Country. Nilzenburger hat ganze investigative Arbeit geleistet und einiges über den Künstler Tex Haper herausgefunden. Das Ergebnis ist verblüffend.
Und dann noch eine traurige Nachricht: gestorben ist Hilly Kristal, der Gründer des legendären New Yorker Clubs CBGB (via).
Will Oldham, auch bekannt als Palace Brothers, Palace Songs, Palace Music und Bonnie ‘Prince’ Billy, ist vermutlich eine der schillerndsten Persönlichkeiten der amerikanischen alt-country-Szene. Er bezieht sich immer wieder auf Country und Folk, verarbeitet diese Einflüsse jedoch auf seine ganz eigene Art, deren Grundlage die scheinbar einfache und ehrliche, aber dennoch unberechenbare Ästhetik des Do-It-Yourself liefert, die jedoch selbst vor dem Hintergrund der Popindustrie stattfindet und insofern eine Ehrlichkeit inszeniert, die immer schon Reaktion und Gegenentwurf ist. Mittlerweile hat er bereits zehn Alben aufgenommen, einer seiner Songs wurde von Johnny Cash gespielt, Björk zählt zu seinen Fans und vor kurzem ist Oldham sogar, man rätselt immer noch, wie es dazu kam, in dem Video zu “Can’t Tell Me Nothing” von Kanye West aufgetreten (für ein unterhaltsames Interview mit Oldham vgl. diesen Beitrag).
Jetzt hat er unter dem Namen Bonnie ‘Prince’ Billy an die Aufgabe gewagt, “Can’t Take That Away” von Mariah Carey in einer schlicht-elektronischen Karaokeversion zu covern (mp3 gibt’s hier, hier oder hier). Je öfter ich den Song anhöre, desto stärker habe ich das Gefühl, dass es absolut stimmig ist, was Oldham hier durchzieht. Mit dünner Stimme, Drumcomputerbeats, Pizzicatostreichern aus dem Synth gegen die Stimmgewalt und geballte Marketingmaschine einer Mariah Carey anzutreten (unterstützt durch Studioflügel und Symphonieorchester) - eine herrliche Idee. Aber zugleich erweist er Mariah Carey damit auch noch einen Dienst, indem er demonstriert, dass in der von ihr (mit-)geschriebenen Schnulze, wenn man sie bis auf die wesentlichen Bestandteile entkleidet, ein wunderbarer Song steckt. Und dass kann ihr tatsächlich niemand wegnehmen.
So richtig bekannt ist die kalifornische Indieband Limbeck hierzulande ja noch nicht. Dabei machen sie wunderbare Songs zwischen Indie und Alternative Country, in denen dann auch schon einmal die Kirchenglocken im Refrain bimmeln dürfen. Trotzdem kultivieren sie ihr Image als lokal verwurzelte, fast schon parochiale Band, was sich nicht nur darin zeigt, dass sie sich in ihren Songtexten immer wieder auf das heimische Orange County beziehen, sondern auch in dem Text ihrer Homepage:
hi this is our website. good morning! there’s a plane flying over my house and i’m about to get up and grab another cup of coffee. i hope it’s still warm! i’m glad the neighbors stopped doing yardwork. oh man, nevermind there they go again with the leaf blower.
Dazu passt das Video zu ihrer Single “Big Drag”. Mehr Songs gibt’s wie immer hier.