Posts filed under '40s'

And here they are, Jayne Mansfield …

1 comment October 9th, 2007

aachen.PNGEine der spannendsten Filmkritiken hat Uwe Nettelbeck mit “Titanic Revisited” verfasst. Der ganze Text richtet die Aufmerksamkeit nur auf die Rolle der Hände in dem Film. Wer den Text einmal durchgelesen hat, kann sich Titanic nie mehr ansehen, ohne auf krumme Hände, gerade Hände, junge Hände, alte Hände, flehende Hände, helfende Hände, liebende Hände usw. zu achten. Etwas ähnliches könnte passieren, wenn man mit den “fünfzig besten Brüsten der Filmgeschichte” in “dieser Serie” (gedacht als Beitrag zum National Breast Cancer Awareness Month) durch ist. Von Mae West, mit der die weiblichen Kurven auf die Leinwand kamen, über Jane Mansfields “beeindruckendes 40D-Profil” bis zu “Double Agent 73″ Chesty Morgan.

(Abbildung: Hans von Aachen, “Allegorie von Friede, Kunst und Reichtum”, 1602, Detail, Quelle: http://www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH)

50 x Sex (IFC, Nerve)

Add comment August 4th, 2007

Willkommen im Poplog-Nachtprogramm. Sexszenen gab es in dem Filmrätsel, das jetzt schon einige Tage durch die Blogosphäre tobt, bislang noch nicht. Dabei sind sie es doch, die häufig darüber entscheiden, ob ein Film als Skandal in die Geschichte eingehen wird (man denke an Donald Sutherland und Julie Christies Sexszene in “Wenn die Gondeln Trauer tragen” von Nicolas Roeg) oder nicht. Für Leute die von Sexszenen nicht genug bekommen können, hat IFC News in Kooperation mit Nerve jetzt eine Hitliste der 50 besten davon erstellt. Von 1896 bis 2006. Und woran erkennt man eine gute filmische Sexszene? Die Autoren drücken es nach vielen “durchgearbeiteten Nächten” so aus: “we just know it when we see it, whether it shocks us, titillates us, turns us on, breaks our hearts or confounds our expectations.” Hier gibt’s die Plätze 50-46, 45-41, 40-36, 35-31, 30-26, 25-21, 20-16, 15-11, 10-6, 5-1. Ein beachtlicher Teil davon sogar mit Videoausschnitten. Was ist eure Nummer eins? (via)

Prosit Surrealismus (Horkheimer, Adorno, Jesus, Johannes Paul II.)

Add comment July 19th, 2007

Unter dem Titel “Das Schema der Massenkultur” schrieben Max Horkheimer und Theodor W. Ardorno der Aufklärung Folgendes ins Gästebuch:

Der ästhetische Schein wird zum Glanz, den Reklame an die Waren zediert, die ihn absorbieren; jenes Moment der Selbständigkeit jedoch, das Philosophie eben unterm ästhetischen Schein begriff, wird verloren.

Manchmal schafft aber gerade die Reklame wieder einen Sprung in die ästhetische Selbständigkeit. Es muss nur der Kontext stimmen, so wie in diesen Abbildungen. Sieht so aus, als hätte sich die Reklame hier einen gehörigen Schluck Surrealismus zu sich genommen. Parasitäre Strategie ohne Parasit?

[via fortysomething]

“Kulturkampf” und “Synkopenstotterei”

Add comment July 8th, 2007

Auf den ersten Blick ist es paradox: die Unterhaltungsindustrie eines totalitären, rassistischen und durchmilitarisierten Landes wie Deutschland es im Dritten Reich gewesen ist, produzierte einen Hit nach dem anderen. Und viele dieser Hits sind auch heute noch, trotz aller Distanzierungen von dem Naziregime, konzert- und hitparadentauglich. Ja, man beschreibt die 30er und 40er Jahre sogar als goldenes Zeitalter der Unterhaltungsmusik. Diesem Spannungsfeld widmete sich Axel Jockwer 2005 in seiner sehr lesenswerten Dissertation “Unterhaltungsmusik im Dritten Reich”, die hier als pdf-Datei heruntergeladen werden kann.


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