Kanadaserie, Verschnaufpause
August 16th, 2007
Wer hat es auf den ersten Platz meiner kanadischen Indie-Top-Ten geschafft? In wenigen Stunden wird dieses Rätsel aufgelöst (komme jetzt leider nicht mehr dazu). Aber zuvor möchte ich noch einmal kurz auf die vielen anderen kanadischen Indie-Bands hinweisen, die ebenfalls sehr hörenswerte Musik machen, es aber wegen der Beschränkung auf zehn Bands nicht in meine Liste geschafft haben. Da wären zum Beispiel:
- The Besnard Lakes, eine wundervolle Neo-Shoegazer-Band, denen mit “The Besnard Lakes are the Dark Horse” nicht nur ein sehr fantasievoller Albumtitel eingefallen ist, sondern die mit “Disaster” einen der düstersten Beach-Boys-Tracks aller Zeiten produziert haben. Auch diese Band gruppiert sich um ein Ehepaar: Jace Lasek und Olga Goreas. Und auch hier sind zahllose Verbindungen zu Bands wie den Stars, den Dears oder Godspeed You! Black Emperor auszumachen, die allesamt auch auf dem Album mitgespielt haben.
- Young Galaxy, eine weitere Band aus dem Stars-Umfeld, die mit “Swing Your Heartache” eine großartige Kombination aus Herzschmerzcountry und Spacepop à la Air geschaffen haben (die restlichen Songs ihres Debüt-Albums “Young Galaxy” sind gut, aber nicht überragend). Im Mittelpunkt steht wieder ein Paar: Stephen Ramsay und Catherine McCandless und auch hier haben Musiker aus anderen Bands wie etwa den Besnard Lakes mitgewirkt.
- The Dears, deren Musikstil mit dem Titel ihrer ersten EP aus dem Jahr 1995 ganz gut umschrieben ist: “Orchestral Pop Noir Romantique” und die wie so viele kanadische Bands eine schwer zu durchschauende und immer wieder wechselnde Mitgliederliste besitzen.
- Death from Above 1979, einer der härteren Bands aus Toronto, die weniger orchestral und romantisch klingen, sondern stattdessen eine wilde Mischung aus Dancefloor und Postpunk spielen. Leider haben sich DFA1979 vor ziemlich genau einem Jahr aufgelöst.
- Aber das sind noch längst nicht alle interessanten Bands der canadian invasion, sondern es gibt auch noch Malajube, You Say Party! We Say Die!, Final Fantasy oder Metric.
Soviel erstmal für den Moment, morgen gibt es dann wie versprochen die Nummer 1! Wahrscheinlich wisst ihr sowieso schon, wer das sein wird. Oder?
Entry Filed under: pop, kanada, serie, folk, rock, 00s, indie, punk



3 Kommentare Kommentieren
1. Marc | Wissenswerkstatt | August 16th, 2007 at 11:06 am
Mann, mann, mann… hier wird man ja gehörig auf die Folter gespannt. Und meinen Tipp für die Nr. 1 verrate ich hier nicht - daß freilich “The Dears” nicht unter den TopTen sind, verwundert mich… naja, wäre aber auch wieder schlimm, wenn man sich dann sooo einig wäre.
2. benedikt | August 16th, 2007 at 11:46 am
Eines habe ich jedenfalls während dieser Serie gelernt: es gibt viel viel mehr als 10 klasse kanadische indiebands.
3. Kanadaserie, Platz 1: Bro&hellip | August 18th, 2007 at 5:41 pm
[…] einer kurzen Verschnaufpause findet die sommerliche Kanadaserie nun ihren Abschluss mit dem Spitzenreiter meiner Top Ten: Broken […]
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