Au revoir DRM (Universal)
August 10th, 2007
Die Plattenfirma Universal, die bislang, sieht man von der Parteinahme Tim Renners für das mp3-Format einmal ab, in der Diskussion um Digital Rights Management (technische Verfahren zur Nutzungskontrolle digitaler Inhalte) eher als Hardliner bekannt war, hat gestern verkündet, von ab jetzt (erst einmal bis Januar 2008) alle Songs der eigenen Künstler ohne DRM zu verkaufen: als unbehandelte mp3s. Warum diese Entscheidung? Die Musikindustrie hat im Prinzip zwei Möglichkeiten: entweder sie verkauft ihre Songs über den Marktführer iTunes in dem proprietären Apple-Format AAC, das sich zunächst einmal vor allem zum Abspielen in Apples iPod eignet. Oder aber man macht es wie Universal und verkauft über andere Vertriebswege (RealNetworks, Wal-Mart, Amazon.com, später auch Google sowie die Seiten der Musiker selbst) mp3-Dateien ohne Kopierschutz, die dann in jedem handelsüblichen mp3-Player abgespielt werden können (denn DRM ist eigentlich weniger ein Kopier-, denn ein Abspielschutz). Aber in Wahrheit ist der wirklich gefährliche Wettbewerber gar nicht Apple, sondern das P2P-Netz. BoingBoing dazu:
People who don’t want to pay for music just download it from P2P, where all the music is already available for free, without DRM. If you want to convince people to buy your music, you can’t start by making it worse than the free stuff.
(via)
Entry Filed under: drm, plattenindustrie, mp3



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