August 9th, 2007
Heise online hat gerade eine Serie zum Thema “Freie Inhalte im Web” begonnen. Darin geht es um Open Source- und Open Access-Initiativen und alternative Lizenzierungsmodelle wie die Creative Commons Lizenz:
Eine dreiteilige Serie auf heise open spürt den freien Inhalten im Netz hinterher – von Unterhaltung und Bildung über Forschung und Lehre bis zu Bastelanleitungen, Strickmustern und Fotosammlungen. Die Artikel zeigen, wie viel freien Content es im Netz schon gibt – und an welchen Stellen noch gewaltige Lücken klaffen.
Im bereits erschienenen ersten Teil geht es um “Freie Musik, Filme und Bücher”. Erwähnt werden auch die für Musiker interessanten Initiativen Freesound, ccMixter, Jamendo, Magnatune, Gratisvibes und Musopen. Empfehlenswerte Lektüre. Morgen wird die Serie mit dem Thema “Forschung und Lehre” fortgesetzt, am 13. August folgen dann “Bastelanleitungen und Strickmuster bis Fotosammlungen”. Dann lasst mal die Nadeln klappern.
August 9th, 2007
Der TV-Blogger hat heute mit Hilfe des Internetarchivs in die Vergangenheit der Fernsehsenderhomepages geblickt. Das hat mich inspiriert, auch einmal die Jugendsünden der Musikmagazine unter die Lupe zu nehmen.
Beginnen wir bei Intro. Die allererste Seite lässt bei mir schon einmal den Browser einfrieren: irgendein Java-Fehler. Aber diese hier von April 1998 funktioniert. Ich weiß nicht, ob dieser rote Hintergrund tatsächlich so gedacht ist (wenn ja: mutige Farbgebung), oder ob hier nur eine Grafik fehlt, aber die Marmorimitation (METAL70.GIF) der Navigationsleisten ist (ebenso wie das Frame-basierte Layout) schon einmal ein ganz typisches Element aus einer Zeit, in der man auch seine Worddokumente und Emails mit raffinierten mehr oder weniger fotorealistischen Hintergründen versehen hat (ich sage nur: Stationary). Wahrscheinlich haben bei den oberen Navigationsbuttons auch noch die kleinen Lämpchen beim Klicken geleuchtet.
Die Spex-Seite lässt sich sogar bis zum Oktober 1997 zurückverfolgen. Allerdings zeigt sich die erste Homepage doch eher etwas abweisend. Statt Poptheorie gibt es unter dem roten Spex-Logo nur einen banalen Satz in bestem Hausmeisterdeutsch “Bis auf weiteres hat die Redaktion diese Web-Site geschlossen.” Das bleibt dann auch eine ganze Weile so, bis die Seite dann 1999 ein Flash-Intro bekam, das jedoch leider für das Archiv verloren gegangen ist. Auf der eigentlichen Seite begrüßt die Redaktion ihre Leser mit der wunderbaren Dathschen Grußformel:
“Anstelle des üblichen nichtssagenden Webseiten-Opener-Vorgeplänkels, das uns, wie wir erfahren haben, unsere treuesten und wertvollsten Leser zu kosten droht, weil sie sogar an den Stellen, die einfach nur Grußformeln bringen sollen, Informationen über Tourneen und T-Shirt-Preise verlangen und sich ärgern, wenn da, wo “hallo” steht, bloß “hallo” steht …”
Leider sind die Grafiken nicht im Internetarchiv, so dass kein Urteil über Farben, Formen etc. möglich ist.
Zuletzt noch ein Blick auf den Musikexpress: Die früheste Seite von Januar 1999 besteht aus Frames. Mehr kann man nicht sagen, da die eigentlichen Seiten nicht im Archiv sind. Den Jahrtausendwechsel feierte die Seite mit dem Satz “Diese Webpräsenz ist noch im Aufbau”. 2001 tut sich dann wieder etwas: mehrere Monate lang werden die Inhalte der kommenden Printausgaben angekündigt, jeweils mit der Einleitung: “Hier entsteht der Online-Auftritt von MUSIKEXPRESS” (perpetual beta, schon damals?) Die Seite ist schlicht: wenig Grafiken, wenig Farben; könnte auch heute so irgendwo im Netz stehen.
Ich denke, die These, früher sei alles besser gewesen, kann damit zumindest für diese Beispiele als widerlegt gelten. Oder?
August 9th, 2007
Die nächste Single der New Yorker Animal Collective wird “Peacebone” heißen und am 21. August erscheinen. Und wer bereits einmal das Cover gesehen hat (siehe Bild), der wird sich vermutlich fragen, wie denn bloß das dazugehörige Video aussehen könnte. Plötzlich sind auf YouTube zumindest schon einmal ein paar Making-Of-Filmchen aufgetaucht, in denen man zumindest einen ersten Eindruck davon bekommen kann, um was es in dem von Timothy Saccenti (u.a. tätig für The Battles, TV on the Radio, LCD Soundsystem, Peaches) gedrehten Video grob gehen wird (via).
[Videos leider nicht mehr auf YouTube]
Mein Fazit nach mehrmaligem Sichten des Materials: Wenn es um das gruseligste Musikvideo geht, können die Herren Tare, Bear, Deakin und Geologist künftig ein Wort mitreden. Wenn auch gruselig auf eine andere Art.