So richtig bekannt ist die kalifornische Indieband Limbeck hierzulande ja noch nicht. Dabei machen sie wunderbare Songs zwischen Indie und Alternative Country, in denen dann auch schon einmal die Kirchenglocken im Refrain bimmeln dürfen. Trotzdem kultivieren sie ihr Image als lokal verwurzelte, fast schon parochiale Band, was sich nicht nur darin zeigt, dass sie sich in ihren Songtexten immer wieder auf das heimische Orange County beziehen, sondern auch in dem Text ihrer Homepage:
hi this is our website. good morning! there’s a plane flying over my house and i’m about to get up and grab another cup of coffee. i hope it’s still warm! i’m glad the neighbors stopped doing yardwork. oh man, nevermind there they go again with the leaf blower.
Dazu passt das Video zu ihrer Single “Big Drag”. Mehr Songs gibt’s wie immer hier.
Das Netlabel Wandering Ear hat sich mittlerweile einen guten Ruf für seine feinen Fieldrecordingreleases erarbeiten können. Gerade eben ist die siebte Veröffentlichung herausgekommen: “Edges: An Audio Portrait” von Lance Olsen. Darin begibt sich der Künstler auf die Spuren der Geschichte des Nanaimo Harbour auf Vancouver Island (Kanada). Das Album gibt es auf der Labelseite entweder komplett oder in einzelnen Tracks zum Herunterladen. Wie die anderen Releases steht auch “Edges” unter einer CC-Lizenz.
Nicht umsonst, sondern für 3 EUR erhältlich ist “The Hidden” von Mike Johnston (Bass, Shenhai, Flöte), Mike Gilmore (Vibraphon, Marimba, Saz, Guzheng, Percussion), Mike Khoury (Violine) und Kirk Lucas (Cello). Johnston und Gilmore entstammen der 70er und 80er Improjazz-Szene in Michigan und treten hier unterstützt von Khoury und Lucas als Kammerensemble auf. Diese Platte verbindet das avantgardistisch-improvisierte Jazz-Grundgerüst mit Einflüssen aus Asien, dem Nahen Osten und Afrika. Zwei Stücke daraus können auf dem Hidden-MySpace angehört werden.
Bruno Latour besteht schon seit längerem darauf, auch die Beiträge von Dingen und Tieren zur Herstellung und Reproduktion menschlicher Sozialität und Wissensordnungen zu berücksichtigen. Hinter den großen Unterscheidungen wie Natur/Kultur stecken für die Actor-Network-Theory tatsächlich hybride Netzwerke, in denen zahlreiche Akteure menschlicher, tierischer oder dinglicher Art immer wieder neue Verbindungen eingehen und so dafür sorgen, dass das entsteht (und sich immer wieder leicht verändert), was wir als Wirklichkeit empfinden. In der digitalen Welt hat der Aufstand der Dinge längst begonnen, was vielebereitsschmerzlich erfahren mussten. Am 29. Juli 2007 um 16:30 kommt in der Wiederholung des 3Sat-Magazins “Neues” eine Dokumentation über das “Internet der Dinge“, in dem es vor allem um die RFID-Vernetzung von Gegenständen wie Skipässen, Büchern oder Luftfracht geht. Den Beitrag gibt’s hier bereits jetzt zum Anschauen. [via rabenhorst]