Sternennacht in Second Life (Robbie Dingo, Vincent van Gogh)
July 19th, 2007
Zur Zeit scheint es en vogue zu sein, den Untergang, das Sterben, die Ablösung, die Entvölkerung, die Kriminalisierung oder das Ausknipsen der virtuellen Realitätsumgebung “Second Life” zu prognostizieren. Wobei es natürlich auch gemäßigte Stimmen gibt wie Thomas Gigold, der Second Life lediglich im “Tal der Enttäuschungen”, einer ganz normalen Phase des Hype-Zyklus, sieht. Ich sehe das auch nicht so dramatisch und freue mich nach wie vor über die auch in Second Life deutlich zu erkennende Ökonomie des Long Tail. Ein Beispiel dafür ist die Nutzung dieser “Umgebung” (gibt es dafür einen besseren Begriff?) durch Künstler. Ein wunderbares Beispiel dafür ist der folgende Machinima-Clip von Robbie Dingo, der das Gemälde “Sternennacht” (1889) von Vincent van Gogh dreidimensional in den virtuellen Raum zeichnet. Auch wenn es also tatsächlich allmählich dunkel wird in Second Life, ist das nicht nicht schlimm, weil man dann erst die Sterne so richtig leuchten sieht.
Entry Filed under: medien, design, virtualität, youtube, kunst, 00s, technik, diy, video



Ein Kommentar Kommentieren
1. Norman | July 19th, 2007 at 10:48 pm
Eiin schöner Beitrag. Natürlich sind die Untergangsgeschichten auch nur die mediale Kehrseite des Hypes um SL.
Der Long Tail Gedanke gefällt mir, auch wenn die per Long-Tail verkauften Produkte wohl nie Sterne am Abendhimmel sein werden.
Kommentieren
Erlaubte HTML-Tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>
Trackback-Link | Kommentare als RSS-Feed abonnieren