Einen auf den ersten Blick sehr brauchbaren Ratgeber zum Thema “Wie mache ich Musik mit dem Computer” gibt es hier unter der CC-Lizenz zum kostenlosen Download (auch die QuarkXPress-Quellen zum Remixen). Die Autoren Michael W. Dean und Chris Caulder äußern sich in diesem “guide to making a living making music out of your backpack, from everywhere, and everywhere” mit vielen praktischen Tipps und weiterführenden Links unter anderem zu folgenden Themen:
Songwriting
Ausstattung
Technologie
Computeroptimierung
ACID
SoundForge
Reisetipps für Rucksackmusiker
“soft skills to pay the bills”
Abgerundet wird der Band noch mit einigen Interviews mit mehr oder weniger erfolgreichen DIY-Musikern. Und wem das ganze brauchbar erscheint, der kann der Emailadresse “99cent@kittyfeet.com” auf PayPal etwas spenden.
Manchmal ist es doch so einfach. Während ix sich Gedanken darüber macht, warum er bei seinen Videoauftritten nicht auf den Punkt kommen kann (schließlich gibt es andere, die sehr wohl auf den Punkt kommen, aber dennoch damit bei ihrer Peer Group durchfallen), sondern um seine Punkte und Punchlines herumschwadroniert und -tänzelt, zeigen die White Stripes wie man musikalisch so sehr auf den Punkt kommt, dass gar keine Musik mehr übrig bleibt (Bericht). Die sind übrigens auch nicht mit 27 gestorben. Und jetzt machen sie halt so etwas. One more note!
Zur Zeit scheint es en vogue zu sein, den Untergang, das Sterben, die Ablösung, die Entvölkerung, die Kriminalisierung oder das Ausknipsen der virtuellen Realitätsumgebung “Second Life” zu prognostizieren. Wobei es natürlich auch gemäßigte Stimmen gibt wie Thomas Gigold, der Second Life lediglich im “Tal der Enttäuschungen”, einer ganz normalen Phase des Hype-Zyklus, sieht. Ich sehe das auch nicht so dramatisch und freue mich nach wie vor über die auch in Second Life deutlich zu erkennende Ökonomie des Long Tail. Ein Beispiel dafür ist die Nutzung dieser “Umgebung” (gibt es dafür einen besseren Begriff?) durch Künstler. Ein wunderbares Beispiel dafür ist der folgende Machinima-Clip von Robbie Dingo, der das Gemälde “Sternennacht” (1889) von Vincent van Gogh dreidimensional in den virtuellen Raum zeichnet. Auch wenn es also tatsächlich allmählich dunkel wird in Second Life, ist das nicht nicht schlimm, weil man dann erst die Sterne so richtig leuchten sieht.
“Schwarze Menschen = Dreck = Afrikaner = ungebildet”. Die Gleichung galt bis vor kurzem zumindest im deutschen UNICEF-Land. Nach zahlreichen Protesten (zum Beispiel hier, hier, hier, hier und hier) wurde die von Jung von Matt konzipierte Kampagne aber anscheinend untragbar für die Hilfsorganisation.
Dass die Kommunikation mit Elektronengehirnen problematisch sein kann, hat nicht nur der sympathische Lampengrinser HAL 9000 demonstriert. Auch die Windows-Spracherkennung kann tückisch sein, wie dieses Video zeigt:
Vielleicht hatte der sadistische HAL 9000 ja auch seine Dioden im Spiel, als es galt, sich das neue Animal Collective-(immerhin lautDiederichsen die “beste Band der Welt”)-Cover auszudenken. Denn der Entwurf für “Strawberry Jam”, den es hier zu bewundern gibt, dürfte es in der Tat zu einem der Favoriten für die Kategorie “best album with the worst cover art” machen. Aber in der letzten Zeit scheint es insgesamt einen Trend zur bewussten Hässlichkeit in der Covergestaltung zu geben.
Der ästhetische Schein wird zum Glanz, den Reklame an die Waren zediert, die ihn absorbieren; jenes Moment der Selbständigkeit jedoch, das Philosophie eben unterm ästhetischen Schein begriff, wird verloren.
Manchmal schafft aber gerade die Reklame wieder einen Sprung in die ästhetische Selbständigkeit. Es muss nur der Kontext stimmen, so wie in diesen Abbildungen. Sieht so aus, als hätte sich die Reklame hier einen gehörigen Schluck Surrealismus zu sich genommen. ParasitäreStrategie ohne Parasit?