July 18th, 2007
Die Temperatur hier auf dem Balkon ist wohl immer noch hoch genug, um die von Klaus Eck empfohlene Bloggingregel anwenden zu können: “Schreibe kurze Postings”. Deshalb hier nur ein kurzer Hinweis auf das neue Video “Wonderlust King” der Gypsy-Punks Gogol Bordello, die mit ihrem Auftritt zusammen mit Madonna sicher einen gewaltigen Karrieresprung hinlegen konnten. Ich würde gerne wissen, wieviel Weltfrieden-Pulver bei diesem Ohne-Rücksicht-auf-Verluste-Herumgehopse im Spiel war. Und mit etwas Phantasie könnte man die Flatterbänder an Eugene Hützens Oberarm auch für einen Papagei halten:
July 18th, 2007
Der DJ-Produzent Paul Epworth, besser bekannt unter dem Namen Phones (zuvor auch schon für Bands wie Bloc Party, Death from Above 1979 oder The Rakes tätig) hat “The Heinrich Maneuver”, einen der besseren Songs der insgesamt etwas zu barrierefreien aktuellen Platte von Interpol (übrigens: imposante Webseite), einer umfassenden plastischen Chirurgie unterzogen. Das teilweise an microsoundige MODs und Chiptunes erinnernde Ergebnis gibt’s auf dem Interpol-MySpace.
[via Stereogum]
July 18th, 2007
“Hymne ist ja zunächst mal eine ganz bestimmte From des inhaltlichen Wollens.” So fängt der Begleittext zum Nationalhymnenprojekt von monochrom an. In diesem Projekt, dessen Videoaufzeichnungen nun online verfügbar sind, unternehmen die Künstler eine musikalische Reise, auf der sie die ganze Welt von A–Z durch ihre Hymnen betrachten. Und wozu das ganze? “Zum besseren Verständnis der österreichischen Identität.” Gleichzeitig wird auch der flüchtige Charakter der Nationalhymnen klar, denn:
Hymne ist Wehen. Sie ist der Wind, das Element, das alle anderen Elemente berührt, indem es quasi mit ihnen flirtet. Wind ist ja nicht sesshaft.
Damit komme ich auch schon zu dem zweiten Thema, denn auf der Wave Farm im Bundesstaat New York findet am 21. Juli von 13:00 bis 20:00 (Ortszeit) ein Sommerwind-Festival statt. Zugelassen sind nur Künstler, die auf Windinstrumenten, Atem oder Luft spielen. Was die KünstlerInnen Michelle Nagai, Stars Like Fleas, Tintinnabulate, Hassay, DeChellis, Nakatani Trio, Sparkle Projects, DizzySparkle, Christopher McIntyre, Kenta Nagai, Tom Roe und Aether Myth’d aus dieser Herausforderung machen, kann man in dem Livestream des Ereignisses anhören.
Außerdem empfehlenswert: Dieses Video mit ausgewählten Bildern von Cindy Sherman, deren Arbeiten zur Zeit im Berliner Martin-Gropius-Bau ausgestellt sind [via 5F]. Und dann noch dieser neue Clip der kanadischen Indieband The Besnard Lakes zu ihrem Song “For Agent 13″. Schließlich: diese Bildersammlung mit Schnappschüssen von dem Pitchfork Music Festival. Auf den polaroiden Bildern unter anderem: Girl Talk, GZA, Steve Malkmus (von den mittlerweile zu 40% reunierten Pavement), Of Montreal (hier das Video dazu), Jamie Lidell, De La Soul, Kim Gordon, Cappadonna, Voxtrot, Grizzly Bear. Wow. Da bleibt mir die Luft weg.
July 18th, 2007
Wenn man mit Freunden in der kanadischen Wildnis Drogen nimmt, so kann es nicht nur passieren, dass man ganze Breitwände voller Farben sieht oder eine Eingebung, wie der bald erscheinende Wälzer “Harry Potter and the Deathly Hollows” enden wird. Nein, unter Umständen findet man eine Lösung auf die schwierige Aufgabe, sich einen neuen Künstlernamen ausdenken zu müssen, da der Besitzer des alten Namens vor Gericht dagegen vorging. So geschehen im Fall des promovierten Mathematikers Daniel V. Snaith, der 2004 nicht mehr Manitoba hieß, sondern Caribou. Die Assoziationen (Wildnis, Kanada, plätschernde Flüsse, Wälder) blieben aber in etwa dieselben, was auch für die Musik gilt. Am 31. Juli wird mit “Melody Day” die erste Vorabsingle des neuen Albums erscheinen, im August dann das Album “Andorra” mit den folgenden Tracks, die übrigens auf der CitySlang-Seite (wie bereits im Fall des neuen Stars-Albums) alle schon jetzt angehört werden können. Zwar nicht in voller Länge, aber für einen ersten Eindruck ist das ausreichend.
- Melody Day (Zuhören auf MySpace)
- Sandy
- After Hours
- She’s the One
- Desiree
- Eli
- Sundialing
- Irene
- Niobe
Und dann steht im September dann noch der ein oder andere Gig in Deutschland auf dem Plan:
- Sep 20: Postbahnhof Berlin
- Sep 21: Studio 672 Köln
- Sep 22: Karlstorbahnhof Heidelberg
- Sep 24 - Orangehouse München
[via Brooklyn Vegan]