Jetzt weiß ich, warum ich gestern immer so ein komisches Gefühl hatte, als bei der Fernsehausstrahlung von Bertoluccis Dreamers die Doors im Hintergrund liefen. Heute vor 36 Jahren ist Jim Morrison in Paris gestorben. Danke an den Schockwellenreiter für die Erinnerung. Deshalb auch von dieser Stelle ein Video eines ihrer besten Songs als Tribut:
Lewis Shiner ist nicht nur einer der besten Sciencefiction-Autoren der Gegenwart und Gewinner des World Fantasy Award, sondern in seinen Werken spielt auch die Popmusik immer wieder eine zentrale Rolle. Vielleicht erinnert sich der/die ein oder andere noch an den Anfang seines preisgekrönten Romans “Glimpses” (auf Deutsch: Schattenklänge):
Once upon a time there was going to be a Beatles album called Get Back. They tried to record it in January of 1969, first at Twickenham Film Studios, then in the basement of Apple Corps at 3 Savile Row. Their own overpriced 24-track dream studio wasn’t finished and they had to bring in a mobile unit. So there they were, under bright lights, using rented gear, with cameras filming every move they made.
Jetzt hat Shiner sich in einem Manifest dafür ausgesprochen, ältere Werke, die nicht mehr in Druck verfügbar sind, im Internet zu “befreien”. Passenderweise hat er gleich einmal mit seinen kurzen Texten angefangen. Darunter auch ein sehr lesenswerter Beitrag über Brian Wilson.
Zur Entspannung in der Mittagspause kommt dieses Spiel von Major Miner genau richtig. Man hört ein Musikstück und muss dann die Tags erraten, die andere Hörer diesem Stück gegeben haben. Also zum Beispiel:
* Genre – rock, pop, electronic, hip hop
* Style – trip hop, post punk, electro-pop, drum and bass
* Instruments – rhodes, piano, drum machine, bleeps, strings
* Tempo – screaming, dragging, fast, shimmy, boogey, shuffle
* Dynamics – screaming, whisper, loud, soft
* Mood – happy, depressing, invigorating, soothing
* When you’d listen to it – saturday night, driving, middle school dance, break up
* Lyrics – wayward son, all night long, rocky raccoon
* Vocal style – growl, hiss, scream, choke, chant
Für erratene Tags bekommt man Punkte, wenn man kreative Tags verwendet, die dann aber auch von anderen Benutzern genommen werden, bekommt man auch etwas dafür. Spaßig. BTW: Ich bin “fu”, wer seid ihr?
Heute mal ein kurzer Beitrag aus der Rubrik “IncrediblyStrangeMusic“. Die üblichen Sammlungen seltsamster Musik legen den Schwerpunkt auf die US-amerikanische Popkultur, während die deutsche seltsame Musik meistens auf die üblichen Verdächtigen Heino oder Heintje reduziert wird. Dabei gibt es auch in der Gegenwart in Deutschland wunderbar schräge Musik. Zum Beispiel Michel Montecrossa. In der deutschen Wikipedia findet sich unter dem Lemma Aurobindo schon ein erster Hinweis auf den Musiker: “1969 machte der Künstler, Philosoph und Musiker Michel Montecrossa die Bekanntschaft mit Mira Alfassa, die sich zu einer kreativen Freundschaft entwickelte. Aus dieser Begegnung und den gemeinsamen Gesprächen entwickelten sich, in der Zeit von 1969 bis 1973, die Grundlagen für Mirapuri die Stadt des Friedens und des Zukunftsmenschen in Italien.” Mirapuri gibt es immer noch und dazu noch eine deutsche Dependance in Gauting bei München. Nun zur Musik. Montecrossa ist vielleicht dem ein oder anderen als leidenschaftlicher (”einzig wahrer”) Bob Dylan-Interpret bekannt. Und die Fachpresse zeigt sich immer wieder, na, beeindruckt über diese “alternative interpretations of the master’s work”. Aber seine Musik besteht nicht nur aus Dylan-Covers, sondern auch aus Eigenkompositionen, die Montecrossa selbst als “Cyberrock, futuristic Cyberrock” bezeichnet. Genauer: eine Mischung aus Bruce Lee, was die Musik angeht, und Picasso, was die Songtexte betrifft. Sagt Montecrossa. Und das klingt so: