Ich stehe zwar nicht in Julies Klassenbuch, bin aber gerade zufällig über ein wunderbares Mashup-Album gestolpert, das immerhin einen Posttitel mit dem Wort “Raketenabwehr” abgibt. Das nur vorneweg. Denn die 22 herunterladbaren Tracks auf “Sounds For The Space-Set!!” der Robotic Intergalactic Astro-Artists (RIAA) haben es wirklich in sich. Absolut würdige Kandidaten für die Inklusion in sämtliche Hitlisten der IncrediblyStrangeMusic.
Ein recht informativer Beitrag über die modernen Masteringpraktiken im Popgeschäft hat heute den Weg in den SPON gefunden. Der Artikel bezieht sich wiederum auf einen Guardian-Beitrag von Anfang des Jahres, der unter anderem eine Liste von absichtlich überlaut gemasterten Alben aufführt, sowie einen Artikel aus der gestrigen Times, in dem auch eine aktuelle Kampagne gegen das exzessive Peak-Limiting (”‘Peak limiting’ squeezes the sound range to one level, removing the peaks and troughs that would normally separate a quieter verse from a pumping chorus”) erwähnt wird. Zitiert wird auch Geoff Emerick, der als Tontechniker am Sgt.-Pepper-Album der Beatles mitgemischt hat mit den Worten: “A lot of what is released today is basically a scrunched-up mess. Whole layers of sound are missing”. Gemeint sind nicht nur die Lärmbrüder Oasis, sondern auch die Arctic Monkeys. Verstärkt wird das ganze durch Kompressionsverfahren wie die mp3-Technologie. Herr Attali, bitte übernehmen Sie.
Auf der Webseite von Operation Phoenix Records gibt es ein frei zugängliches Punkzine-Archive, in dem hunderte Ausgaben von Maximumrocknroll, Flipside, Suburban Voice und HeartattaCk aus den 1970ern, 1980ern und 1990ern als PDF-Dateien zum Herunterladen bereitstehen. Jetzt braucht man nur noch ein bisschen Freizeit, um sich da durchzuwühlen.
Ich weiß nicht, ob es an dem warmen Frühlingswetter oder der Zeitumstellung liegt, aber zur Zeit gibt es ein musikalisches Geschenk nach dem anderen. Gerade einmal fertig mit dem Durchhören des sehr gelungenen metawelle-Samplers, meldet Uliuli, dass der US-Sender “Adult Swim” ebenfalls eine Compilation zum Downloaden anbietet (allerdings wohl nicht unter einer CC-Lizenz). Die auf dem Album vertretenen Künstler können sich jedenfalls mehr als sehen lassen: TV On The Radio, Broken Social Scene, The Rapture, Asobi Seksu, The Good, The Bad & The Queen, Liars, Jesu, Fennesz, Les Savy Fav, The Raveonettes, 120 Days, The Brother Kite, Sound Team und Amusement Parks On Fire. Wow.
Über das nächste Album des Animal Collectives weiß man mittlerweile zwar schon den Titel (”Strawberry Jam”) und die Trackliste:
1. Peacebone
2. Unsolved Mysteries
3. Chores
4. For reverend Green
5. Fireworks
6. #1
7. Winter Wonder Land
8. Cuckoo Cuckoo
9. Derek
Auf den letzten Livekonzerten ist den aufmerksamen Zuhörern dann auch ein neuer Song aufgefallen, der zuerst von Panda Bear, dann auch von dem gesamten Kollektiv gespielt wurde. Die beiden mp3-Dateien gibt’s auf der Seite von gorilla vs. bear.
Ich bin immer wieder sprachlos, wenn ich mir vergegenwärtige, dass die Editors sich erst im Jahr 2003 gegründet haben und wir momentan auf ihr zweites (ihr ZWEITES!) Album warten. Es kommt mir einfach so vor, als wären sie schon ewig dabei, so satt und sicher klingen ihre Songs. Aber jetzt wird es langsam wirklich ernst, die Tage bis zu “An End Has A Start” kann man langsam an Händen und Füßen abzählen. Auf der Myspace-Seite der Band kann man nun die erste Single der Platte anhören: “Smokers Outside The Hospital Doors”. Ein Video gibt’s da leider nicht dazu, deshalb an dieser Stelle “Munich”:
Okay, hier muss ich mich korrigieren (danke, Peter), denn es gibt natürlich auch ein Video zu dieser Single. Wahrscheinlich habe ich unbewusst nur einen Grund gesucht, das wundervolle “Munich” noch einmal zu featuren. Aber hier ist die neue Single:
Klar, ich habe meinen Diederichsen gelesen und weiß, dass jedes Gitarrensolo mit mehr als 30 Sekunden länge sofort mit einem brutalstmöglichen Rockismus- oder gar Progismusverdacht belegt wird. Bei diesem Track hier kommen sogar zwei Gitarrensoli vor. Das erste Mal ist es mit 25 Sekunden noch gerade im Rahmen, das zweite Mal als Outro dauert es glatt 40 Sekunden, allerdings am Ende in einem Fadeout verschwindend. Also: man darf dieses Stück von Grant Lee Buffalo hören und gutfinden.
Oder auch ins Freibad, that is. Und der allerbeste Soundtrack für das Im-Freibad-Herumliegen meiner Kindheit und Jugend war damals Classic Rock. Und wer Hemmungen hat, Foreigner und Konsorten in die Stereoanlage zu laden, kann mit den fast schon vergessenen Schottenrockern Big Country ähnliche Mitschwelgeffekte erreichen und dennoch seine Ohren nur mit critically acclaimed Musik zudröhnen. Leider ist “Flame of the West” von dem Nummer-Eins-Album “Steeltown” nicht als Video verfügbar, deshalb für alle Schottenrock und/oder Hosenträgerfans hier “East of Eden” von derselben Platte:
In diesem Videoclip aus den 1960ern kann man sich einen Eindruck von “one of the most controversial figures in the musical world today” Cage’s Bühnenpräsenz und Humor machen.
Dann können wir damit eine Menge Spaß haben. Für den Anfang hier ein paar Blogs nicht nur prominenter, sondern auch interessanter Personen aus dem Musikuniversum: Peter Hook (New Order), Robert Fripp (King Crimson-Legende), David Byrne (Talking Heads), Bob Mould (Hüsker Dü, Sugar, bloggt auch über Knut).
spricht Ulf Schönert im Stern. Genauer: von den 20 Millionen Nutzern des Internetradios-und-Hitparadengenerators last.fm. Und in einem kurzen Satz lässt sich dann auch das Prinzip des Web2.0 veranschaulichen
Wer zum Beispiel bei Metallica “Lieben” klickt und bei Bee Gees “Bannen”, bekommt mehr Hard Rock und weniger Schnulz.